Ich gehe hier noch einmal vertiefend auf das ein, was ich anbiete und erkläre einige Begriffe, so wie ich sie verstehe:

 

Mediation

Mediation kann innerhalb von Familien, Paaren, am Arbeitsplatz, unter Nachbarn, beliebigen Parteien oder Gemeinschaften durchgeführt werden. Ein anderer Name für Mediation ist Streit- oder Konfliktschlichtung. Man könnte auch sagen, eine dauerhaft ungute Stimmung miteinander verbessern helfen. In Familien geht es oft um Versöhnung. Ein Mediator arbeitet immer überparteilich, daher geht es z.B. nicht darum, wer wieviel Schuld hat. Vor der Mediation werden Regeln für einen respektvollen Umgang vereinbart, z.B. zuhören, gerechte Redeanteile ohne Unterbrechungen und keine Beschuldigungen.

Mediation kann auch einen juristischen Hintergrund haben. Dies ist nicht mein Fokus, aber ein respektvoller und fairer Umgang hilft natürlich, trotz allem, miteinander in Frieden zu kommen.

Bei mir geht es um das behutsame, aber auch mutige Ausprobieren und Erfahren einer achtsame Kommunikation: Hören, verstehen, sich verstanden fühlen und Missverständnisse klären. Ebenso seine eigenen Bedürfnisse und Gefühle sagen und die vom Anderen hören.

Supervision

Klärende Begleitung von Einzelpersonen und Gruppen, typischerweise aus dem Psychosozielen Arbeitsleben, z.B. Institute, Schulen, Kliniken, Einrichtungen und Praxen. Supervision hilft, sich wieder Klarheit zu verschaffen, Abstand zu finden, zu verstehen, neue Sichtweisen zu bekommen und emotional zu verdauen. Das kann sich auf Vorfälle und Fälle (Fallsupervision), aber auch auf Kommunikation, Kontakt und Teamprozesse beziehen. Supervision findet vor Ort statt, aber auch in meiner Praxis.

Trennungscoaching, -mediation

Sich von jemandem zu trennen, beruflich oder privat, ist meistens eine grundlegende Entscheidung, die das Leben der Betroffenen auf den Kopf stellen kann. Oft geht es nicht anders. Eine Trennung kann aber trotz allem achtsam und wertschätzend sein. Der Ton macht die Musik, heißt es. Eine Trennung kann ein guter neuer Anfang sein. Manchmal geht aber etwas schief dabei. Dann entstehen tiefe Kränkungen, Missverständnisse und andauernder Ärger.

Jeder kennt das aus seinem Umfeld. In meiner Beraterpraxis begegne ich manchmal Menschen, die selbst nach Jahren ihren Ärger über das Verhalten des Anderen nicht ablegen können oder wollen. Das kann wie eine emotionale Vergiftung sein, die dann viel schwerer wiegt als die damalige Trennung. Wie eine Wunde, die sich infiziert hat.

Trennung ist ein sehr sensibles Thema und sich gut voneinander zu trennen ist eine Kunst. Ein achtsamer Weg ist, sich dabei professionell helfen zu lassen. Gerade, wenn es schon viel Ärger und Verstrickung gibt, wäre dies eine Chance.

Logotherapie

Klar abgegrenzt zur wortähnlichen Logopädie (Sprachheilkunde) besteht die Logotherapie aus psychologischen Behandlungsformen, die aus dem Menschenbild von Viktor Frankl (*1905; †1997) entstanden sind. Vereinfacht gesagt geht die Logotherapie davon aus, dass menschliches Leid durch anhaltenden Sinnmangel entsteht und Sinnmangel entsteht durch das scheinbare fehlen von Werten.

Gerade in unserer heutigen Zeit, ganz anders als noch vor 100 Jahren, erleben wir eine nie erlebte Vielfalt von Angeboten und Entscheidungsmöglichkeiten in jeglicher Hinsicht. Dies und Anderes kann Stress und Überforderung auslösen und schnell geht das Wesentliche verloren, was dann nach einiger Zeit zu Sinnleere führen kann.

Andauernde Sinnleere macht den Menschen leer, es können u.a. Depressionen, Ängste und Süchte entstehen.

Die Logotherapie erweitert das Bild der heutigen Medizin, die dem Menschen das Physische und das Psychische zuordnet, um die Dimension des Geistigen als übergeordnete Dimension. Ziel der Schulmedizin einschließlich der Psychiatrie ist, dass der Mensch wieder funktionsfähig wird. Für viele Menschen reicht es aber nicht, ’nur‘ funktionsfähig zu sein. Aus dem Geistigen,  so wie es die Logotherapie versteht, erfährt der Mensch neue Sinnmöglichkeiten.

Geistige Fähigkeiten sind z.B. Freundlichkeit, Humor, sich gesund abgrenzen können, lieben können, mit sich und der Welt im Frieden zu sein, sich frei zu fühlen, gut in Beziehung sein können u.v.m.